Media Info

Neues Video zur Erforschung der Ozeanversauerung 

Von der Arktis bis in die Tropen verändert Ozeanversauerung das Leben im Meer. Indem der Ozean menschengemachtes Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufnimmt, verlangsamt er den globalen Klimawandel. Aber das Treibhausgas verursacht im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion: Kohlensäure entsteht, der pH-Wert sinkt. mehr …

BIOACID bei COP22

Gemeinsam mit dem Plymouth Marine Laboratory, Labex MER, Scripps Institution of Oceanography, der Ocean and Climate Platform und dem Ocean Acidification International Coordination Centre setzt sich der deutsche Forschungsverbund zur Ozeanversauerung, BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) bei den Klimaverhandlungen in Marrakesch COP22 für Ozeanthemen ein. mehr …

Fotoausstellung zur Ozeanversauerung feiert Premiere am GEOMAR

In einer Fotoausstellung mit Bildern der beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt der deutsche Forschungsverbund zur Ozeanversauerung BIOACID, wie seine Mitglieder „das andere Kohlendioxid-Problem“ untersuchen und welche Organismen dabei im Mittelpunkt stehen. mehr …

Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons

Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung bis zu zwei Drittel ihres Zooplanktons. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-australisches Forscherteam, welches die Riffe um Kohlendioxid-Austrittsstellen vor der Küste Papua Neuguineas untersucht hat. mehr …

Ozeanversauerung bedroht Dorsch-Nachwuchs im Atlantik

Die zunehmende Ozeanversauerung könnte die Sterblichkeit frisch geschlüpfter Dorschlarven verdoppeln. Die Bestände dieser wirtschaftlich wichtigen Fischart würden dadurch bei unveränderter Nutzung unter massiven Druck geraten. In zwei mehrwöchigen Versuchen ermittelten Mitglieder des deutschen Forschungsverbunds BIOACID erstmals Raten für die Sterblichkeit von Dorsch in der Westlichen Ostsee und in der Barentssee mehr …

Ostsee-Tang im Doppel-Stress

Steigende Wassertemperaturen und ein verstärkter Nährstoff-Eintrag könnten dazu führen, dass der Bestand des Blasentangs Fucus vesiculosus in der Ostsee in Zukunft deutlich zurückgeht. Dies zeigen Experimente von Meereswissenschaftlerinnen aus Kiel und Rostock. Die Ergebnisse führen vor Augen, wie wichtig es ist, die Reaktionen von Organismen auf eine Kombination mehrerer Umweltfaktoren zu untersuchen, betonen die Biologinnen in zwei aktuellen Veröffentlichungen. Weil Fucus-Wälder langfristig Nährstoffe speichern und als Kinderstube für ökonomisch wichtige Fischarten wie den Dorsch dienen, könnte ihr Rückgang Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft nach sich ziehen.

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Blick zurück in die Zukunft: Widerstehen Korallen sinkenden pH-Werten?

Tropische Steinkorallen der Gattung Porites können ihren internen pH-Wert so einstellen, dass sie über einen langen Zeitraum hinweg auch unter erhöhten Kohlendioxid-Konzentrationen Kalk bilden und wachsen können. Um die Fähigkeit der pH-Regulation genauer zu verstehen, haben Forschende des GEOMAR Proben dieser Korallen, die seit Jahrzehnten an natürlichen Kohlendioxidquellen in Papua Neu Guinea existieren, mittels der Bor-Isotopie ausgewertet. Analysen dieser langfristig angepassten Individuen stellen eine wichtige Ergänzung zu kürzeren Labor- und Freilandexperimenten dar, erklärt das Team in den „Scientific Reports“. Nur so wurde deutlich, dass auch die Anpassungsfähigkeit der robusten Korallenart begrenzt ist. mehr …

Ozeanversauerung und die gesellschaftlichen Folgen

Der Klimawandel führt nicht nur zu einer Erwärmung der Erde und einer Verstärkung von Wetterextremen – auch die Ozeane sind vom fortschreitenden Eintrag von Kohlendioxid aus der Atmosphäre betroffen, was ihren pH-Wert stetig absenkt. Diese Versauerung der Meere geht derzeit ungebremst voran, und die möglichen Folgen für die marinen Ökosysteme und menschliche Gesellschaften sind nur sehr unvollständig verstanden.

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Kalkbildung – ein Auslaufmodell für einzelliges Phytoplankton?

Coccolithophoriden, einzelliges Phytoplankton, das eine wichtige Rolle für die Stoffkreisläufe im Ozean, für das marine Nahrungsnetz und für das globale Klima spielt, schützt sich durch verschiedenartig geformte Kalkstrukturen vor Fraßfeinden und Schäden. Doch die Kalkbildung kostet die Einzeller viel Energie. Der Preis für die kunstvolle Armierung könnte bei fortschreitendem Klimawandel sogar noch steigen. Mit Hilfe eines neuartigen Modells analysierte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel Kosten und Nutzen der Kalkbildung. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die ökologische Nische für Kalkalgen in Zukunft enger wird.

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Ozeanversauerung – die Grenzen der Anpassung

Die wichtigste einzellige Kalkalge der Weltmeere, Emiliania huxleyi, ist grundsätzlich in der Lage, sich durch Evolution an Ozeanversauerung anzupassen. Das bisher längste Evolutionsexperiment mit diesem Organismus zeigt jedoch, dass das Anpassungspotenzial nicht so groß ist, wie ursprünglich angenommen. So konnte sich die Wachstumsrate unter erhöhten Kohlendioxid-Konzentrationen auch nach vier Jahren nicht weiter nennenswert verbessern. Die Kalkbildung war sogar geringer als bei heutigen Zellen von Emiliania huxleyi. Die Studie zeigt, dass die evolutiven Effekte im Phytoplankton komplexer sind, als bisher angenommen. mehr …

Ozeanversauerung: Marine Baumeisterin verliert Stabilität

Koralline Rotalgen zählen zu den bedeutendsten Baumeistern im Lebensraum Meer. Doch bei steigenden Kohlendioxid-Konzentrationen und zunehmender Ozeanversauerung könnte es ihnen schwerer fallen, anderen Pflanzen und Tieren eine Existenzgrundlage zu bieten. Experimente am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sowie Messungen am GEOMAR, an der Universität Bristol und der Universität Western Australia ergaben, dass die Art Lithothamnion glaciale ihre Widerstandskraft gegen Erosion und Fraß einbüßen könnte. Damit wäre eine wichtige Grundlage der artenreichen Ökosysteme am Meeresboden in Gefahr. Die im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Erkenntnisse werfen ferner die Frage auf, ob koralline Algen ein verlässlicher Indikator für Temperaturen vergangener Erdzeitalter sind. mehr …

Junge Meereswissenschaftler engagieren sich bei der UN-Klimakonferenz

Meereswissenschaftler aus Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Deutschland präsentierten ihre Forschungsthemen bei der 21. Klima-Konferenz der Vereinten Nationen (COP 21) in Paris. Junge Forscher profitierten besonders stark von der Teilnahme an dem Klimagipfel. mehr …

BIOACID bei COP21

An zwei Ständen im öffentlichen und im UN-Bereich berichten BIOACID-Mitglieder über ihre Arbeit und beantworten Fragen zum Problem der Ozeanversauerung und anderen Themen der Meeresforschung. mehr …

Klima-Frühstück: Ozeanversauerung – das andere CO2-Problem

Ambitionierte Klimaziele und Treibhausgasreduktionen sind nötig, um die Zukunft unseres Planeten und des Ozeans zu sichern. Darauf weisen die Meereswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner (AWI) und Prof. Dr. Ulf Riebesell (GEOMAR) im Vorfeld der Pariser Weltklimakonferenz beim Klima-Frühstück des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) hin.

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„Klima-Frühstück“ für Medienvertreter

Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) und das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) laden Medienvertreter zum Klima-Frühstück ins Wissenschaftsforum nach Berlin ein. Die Koordinatoren des Projekts BIOACID, Prof. Dr. Ulf Riebesell und Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, stellen dort aktuelle Ergebnisse aus der Meeresforschung vor.

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Wie anpassungsfähig ist der Ozean der Zukunft?

Der Anstieg von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre macht die Ozeane zunehmend saurer. Das gefährdet das Leben vieler Meeresbewohner: Saureres Wasser schädigt zum Beispiel Korallen, auch kleinere Organismen mit Schalen oder Skeletten aus Kalk leiden unter den Veränderungen. Doch die Meere sind nicht nur der Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Sie spielen auch eine wichtige Rolle für das globale Klima, denn sie speichern eine Menge CO2, unter anderem in Form von gelösten organischen Molekülen. Bisher gingen WissenschaftlerInnen davon aus, dass die Versauerung der Meere diesen natürlichen Prozess ankurbelt. Ein Langzeitexperiment des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigt jetzt etwas anderes: Offenbar verändern sich die Menge und Zusammensetzung des gelösten organischen Materials nicht. Das Forscherteam um die Oldenburger Wissenschaftlerin Maren Zark aus der Brückengruppe des ICBM mit dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie hat seine überraschenden Ergebnisse in der Zeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.
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Deutsches Forschungsprojekt zur Ozeanversauerung auf der Zielgeraden

Eine fundierte Bewertung möglicher Auswirkungen der Ozeanversauerung auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sowie Handlungsoptionen für Entscheidungsträger sollen am Ende des Deutschen Verbundprojekts BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) stehen. Mit diesem Ziel starten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt in die dritte und finale Förderperiode. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Abschlussphase mit 4,3 Millionen Euro. mehr …

Mit Laser in die Vergangenheit der Ozeane

Experten des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Kanada und den USA dank modernster Analysetechnik erstmals den pH-Wert des Nordpazifik seit Ende des 19. Jahrhunderts hochauflösend rekonstruieren. Die Studie, die in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erscheint, offenbart einen klaren Versauerungstrend, aber auch starke saisonale Schwankungen.

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Neue Schwerpunkte für die Erforschung der Ozeanversauerung

Damit die Erforschung der Ozeanversauerung weiterhin große Fortschritte machen kann, müssen auseinanderstrebende Bereiche zu einer ganzheitlichen Betrachtung zusammenfinden, fordern Prof. Ulf Riebesell vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Dr. Jean-Pierre Gattuso vom französischen Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS). Die beiden international anerkannten Experten ziehen im Fachmagazin „Nature Climate Change“ Bilanz und zeigen neue Herausforderungen auf.

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Kühles Tiefenwasser schützt Korallenriffe vor Hitzestress

Kühlende Strömungen aus der Tiefe könnten tropische Korallen vor tödlichem Hitzestress bewahren. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Phuket Marine Biological Center beobachteten in der Andamanensee, wie Interne Wellen Korallen schützen. Weil diese lokalen Phänomene nicht von Satelliten erfasst werden, weisen die Forscher in ihrer Veröffentlichung in der Januar-Ausgabe der „Proceedings of the Royal Society B“ auf die Bedeutung lokaler Messungen für ein Monitoring und die Festlegung von Schutzzonen hin.

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Die empfindliche Haut des Ozeans

Ozeanversauerung kann klimarelevante Funktionen verändern, die in der obersten Schicht des Ozeans ablaufen, erklärt eine Gruppe von Wissenschaftlern im Fachmagazin “Journal of Geophysical Research: Oceans”. Laut einer Studie, die unter Leitung des GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel stattfand, spiegelt die Chemie in der obersten Mikroschicht biologische Prozesse aus der darunterliegenden Wassersäule. Außerdem beobachteten die Forscher in dem Mikromilieu eine steigende Anzahl von Zellen spezialisierter Bakterien und Algen. Diese Veränderungen könnten Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre beeinflussen, etwa den Austausch von Gasen oder die Emission von Gischt-Aerosolen, die Sonnenstrahlen streuen oder zur Wolkenbildung beitragen können.

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Tiefenwasser-Spritze für eine Lebensgemeinschaft im Wandel

Ein internationales Wissenschaftsteam untersucht unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel auf Gran Canaria, wie die Ozeanversauerung Ökosysteme im nährstoffarmen offenen Meer beeinflusst. Das Feld-Experiment mit den KOSMOS Mesokosmen erreichte jetzt seinen Höhepunkt: Mit Hilfe eines eigens entwickelten, 80.000 Liter fassenden Tiefenwasserkollektors simulierten die Forscher den natürlichen Auftrieb nährstoffreichen Wassers aus der Tiefe – unter Normalbedingungen ein Anschub für die Produktivität.

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Sensibler Nachwuchs

Jüngere Exemplare einer Seesternart aus der Ostsee verkraften die Versauerung des Meerwassers offenbar weniger gut als ihre erwachsenen Artgenossen. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigten in einem Labor-Experiment, dass jüngere Tiere bereits unter geringfügig erhöhtem Kohlendioxid-Gehalt weniger fressen und langsamer wachsen als unter Normalbedingungen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher in der Fachzeitschrift Marine Ecology Progress Series.

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Kleine Alge mit großem Potenzial

Die wichtigste einzellige Kalkalge der Weltmeere ist in der Lage, sich durch Evolution gleichzeitig an steigende Wassertemperaturen und Versauerung des Ozeans anzupassen. Ein international einmaliges Langzeitexperiment mit der Art Emiliania huxleyi am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zeigt, dass das Potenzial der Alge weitaus größer ist, als bislang vermutet worden war. Außerdem bewiesen die Wissenschaftler mit ihrer Labor-Studie erstmals, dass sich evolutionäre Anpassungen an mehrere Stressfaktoren nicht gegenseitig beeinträchtigen müssen. Weitere Arbeiten sollen nun zeigen, welche Folgen die Reaktionen für wichtige Funktionen des Ozeans hätten und inwieweit sich die Beobachtungen auf natürliche Ozeanbedingungen übertragen lassen.

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Gesammeltes Wissen über die Ozeanversauerung und ihre Folgen

Um wichtige Erkenntnisse und Beobachtungen reicher – und weiterhin mit Hochdruck dabei, zukünftige Veränderungen im Ökosystem Ozean abzuschätzen und zu bewerten: Fünf Jahre nach dem „Kick-off“ sind die Mitglieder des Deutschen Forschungsverbunds BIOACID wieder zu Gast am GEOMAR. Neben dem Austausch über abgeschlossene, laufende und geplante Projekte wurde auf dem Jahrestreffen 2014 auch eine neue Broschüre vorgestellt: „Ozeanversauerung: Zusammenfassung für Entscheidungsträger“ komprimiert das Wissen über die Ozeanversauerung und deren Folgen auf 21 Prognosen und gibt Wahrscheinlichkeiten für deren Eintreten an.

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Wie geht es Lophelia & Co?

Wie reagieren Kaltwasserkorallen auf sich ändernde Umweltbedingungen wie steigende Wassertemperaturen und Ozeanversauerung? Können die empfindlichen Riffe dem Klimawandel standhalten?

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Eine Schlüsselrolle wird neu geschrieben

Steigende Kohlendioxid-Emissionen führen nicht nur zu einer Erwärmung unseres Planeten. Das Treibhausgas löst sich auch im Meerwasser und lässt den Ozean versauern. Zwei aktuelle Studien von Forschern der Arbeitsgruppe Mikrobielle Biogeochemie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigen, wie das zusätzlich eingetragene Kohlendioxid einerseits das Wachstum mariner Bakterien und den Abbau organischen Materials in der Deckschicht fördert. Andererseits kann es aber auch den Partikeltransport in die Tiefe begünstigen. In Küstengewässern wie der Ostsee könnte die Ozeanversauerung dann, genau wie die Überdüngung, den Sauerstoffmangel während der Sommermonate noch verstärken.  mehr …

Ozeanversauerung: Die Augenzeugen kommen zu Wort

Die Versauerung der Weltmeere durch steigenden Eintrag von Kohlendioxid nimmt ständig zu. Der Säuregrad des Meerwassers wächst in einer Geschwindigkeit, die in der Erdgeschichte beispiellos ist – mit noch weitgehend unbekannten Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Denn der Anstieg des Säuregehalts und der Wassertemperaturen sowie weitere Stressfaktoren dürften die marinen Ökosysteme dramatisch verändern. Wissenschaftler der Universität Bremen sind innerhalb des deutschen Forschungsnetzes BIOACID (Biological Impacts of Ocean ACIDification) dabei, ein Computermodell zu entwickeln, das die ökologischen und sozioökonomischen Folgen dieser Veränderungen erfasst. Als Grundlagen für das Modell dienen Interviews und Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Fischerei- und Tourismusbranche, der staatlichen Behörden sowie der Umweltorganisationen in Norwegen. mehr …

Versauerung im Atlantik

Zum ersten Mal untersucht ein internationales Team von 70 Wissenschaftlern die Auswirkungen von Ozeanversauerung auf Ökosysteme im offenen Meer. Ziel der Forscher ist, die Reaktionen auf zukünftige Veränderungen im Ozean besser abschätzen zu können. Die Feldstudie mit den KOSMOS-Mesokosmen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel findet im Rahmen der deutschen Forschungsnetzwerke BIOACID und SOPRAN von Ende Januar bis April 2014 vor Gran Canaria statt. mehr …

Darwin nicht vergessen!

Die evolutionäre Anpassung an Ozeanversauerung spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft mariner Ökosysteme und muss bei der Erstellung von Prognosen stärker berücksichtigt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Wissenschaftlern aus Kanada, Australien, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Schweden und Deutschland in einer Studie, die diese Woche im internationalen Fachmagazin „Trends in Ecology and Evolution“ (TREE) erscheint.

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Ozeanversauerung: Schwer zu verdauen

Forscher aus Schweden und Deutschland haben erstmals gezeigt, dass Ozeanversauerung die Verdauung bei marinen Organismen beeinträchtigen kann. In Experimenten mit Larven des Grünen Seeigels Strongylocentrotus droebachiensis beobachteten sie, dass die Tiere ihre Nahrung schlechter verarbeiten, wenn sie in angesäuertem Wasser leben. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Climate Change.  mehr …

Experten-Urteil: Ozeanversauerung kann in diesem Jahrhundert um bis zu 170 Prozent ansteigen

n einem wegweisenden internationalen Bericht erklären Experten, dass der Säuregehalt der Weltmeere bis zum Ende dieses Jahrhunderts um rund 170 Prozent ansteigen könnte. Sie erwarten erhebliche wirtschaftliche Verluste. Menschen, die von Ökosystemleistungen der Ozeane abhängen – dies betrifft häufig die Entwicklungsländer – sind besonders gefährdet. Der Bericht wird am 18. November 2013 beim COP19-Treffen in Warschau präsentiert.

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Erfahrungsaustausch zwischen Forschern und Fischern

Globale Umweltveränderungen wie die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre führen zur Versauerung und Erwärmung der Ozeane. Daraus erwächst eine ernsthafte Bedrohung für die Meeresorganismen und die marinen Ökosysteme. Was aber bedeutet das für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzung durch Fischerei, Tourismus oder Aquakultur? Dieser komplexen Thematik widmet sich seit 2009 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification). Es ist 2012 in die zweite Phase gegangen und dauert bis 2015 an. mehr …

Infos zur Ozeanversauerung bei COP 19

Die Teilnehmer der Vertragsstaatenkonferenz des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen im November 2013 in Warschau erhalten Informationen über Ozeanversauerung aus erster Hand: Die Europäischen Forschungsprogramme haben sich zusammengeschlossen, um an einem Ausstellungsstand und einer Veranstaltung über „das andere Kohlendioxid-Problem“ zu informieren. mehr …

Flucht vor der Wärme

Der Atlantische Kabeljau ist im Zuge des Klimawandels so weit Richtung Norden gewandert, dass er inzwischen sogar in den Gewässern Spitzbergens in großen Mengen vorkommt. Zu diesem Ergebnis kommen Biologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), nach einer Expedition in jenes arktische Meeresgebiet, das einst vom Polardorsch dominiert wurde. Die Wissenschaftler wollen jetzt untersuchen, ob es zwischen den beiden Dorscharten zu einem Konkurrenzkampf kommt und welche sich besser an die veränderten Lebensbedingungen in der Arktis anpassen kann.

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Interdisziplinäre Vernetzung bringt wichtige neue Erkenntnisse
Ein Jahr nach Beginn der zweiten Förderphase informierten die Mitglieder des deutschen Forschungsverbunds zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) einander über den aktuellen Stand ihrer Arbeiten. Ihre vorläufigen Ergebnisse lassen wichtige Erkenntnisse über die Reaktionen der marinen Lebensgemeinschaft sowie zu Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft erwarten. Das Treffen fand am 1. und 2. Oktober 2013 am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) statt.

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Welt im Wandel. Menschheitserbe Meer

Trotz zahlreicher völkerrechtlicher Abkommen und freiwilliger Verpflichtungen werden die Meere immer noch massiv überfischt, verschmutzt und zunehmend als letzte große Ressourcenquelle der Erde ausgebeutet. Den schlechten Zustand der Meere nimmt der WBGU jetzt zum Anlass, eine langfristige Vision für einen nachhaltigen Umgang mit dem blauen Kontinent zu entwickeln: Alle Meereszonen mit Ausnahme des Küstenmeeres sollten zum gemeinsamen Erbe der Menschheit erklärt werden. mehr …

Eine Reise in den Ozean der Zukunft

Wie reagiert die marine Lebensgemeinschaft auf die Ozeanversauerung? Können sich Ökosysteme im Meer an veränderte Umweltbedingungen anpassen? In einem bislang einmaligen Langzeit-Experiment untersuchten 69 Wissenschaftler unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, wie sich die Planktongemeinschaft und Fischlarven im saureren Wasser entwickeln. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Studie bringt das deutsche Forschungsschiff ALKOR jetzt die zehn KOSMOS Mesokosmen und umfangreiches Probenmaterial zurück nach Kiel. Die Arbeiten fanden im Rahmen des deutschen Forschungsprojekts zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean ACIDification) statt.

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Schnell sinkende Quallen fördern die Kohlendioxid-Aufnahme der Ozeane

Wie viel Kohlendioxid (CO2) werden die Ozeane zukünftig aufnehmen können? Um mehr über diesen unschätzbaren Service der Meere für das Klima herauszufinden, untersuchen Wissenschaftler unter anderem die Sink-Geschwindigkeiten von abgestorbener Organismen. Die wachsende Menge an gelatinösem Plankton könnte helfen, das CO2-Problem zu mindern. Denn in Feld- und Laborexperimenten zeigten Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dass tote Quallen und Manteltiere weitaus schneller absinken als Phytoplankton und Meeresschnee. Sie konsumieren Plankton und im Wasser schwebende Partikel besonders zügig und tragen damit in besonderem Maße zum Export von Biomasse und Kohlenstoff in die tieferen Schichten des Ozeans bei. mehr …

Futtern hilft: Miesmuscheln wachsen auch in sauberem Wasser

Die in der westlichen Ostsee dominante Miesmuschel Mytilus edulis könnte auch unter zukünftigen Bedingungen eine vorherrschende Stellung im marinen Nahrungsnetz einnehmen. Ein mehrwöchiges Labor- und Freilandexperiment von Meeresbiologen und Meereschemikern des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zeigt, dass die Tiere auch dann wachsen und Kalkschalen bilden, wenn der Anteil an gelöstem Kohlendioxid im Wasser aktuelle Werte deutlich übersteigt. Die Entwicklung der Muscheln hängt jedoch deutlich davon ab, ob im versauerten Wasser ausreichend Nahrung verfügbar ist. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Global Change Biology.
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Noch mehr Stress für den Kabeljau?

Seit wenigen Jahren wissen Forscher, dass der Kabeljau die Flucht Richtung Arktis ergreift, wenn ihm das Wasser in seinem angestammten Lebensraum zu warm wird. Die Schwärme aus dem Atlantischen Ozean zum Beispiel ziehen im Sommer inzwischen bis nach Spitzbergen und dringen dort in das Revier des Polardorsches ein. Biologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, wollen in den kommenden zweieinhalb Jahren gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Kiel, Bremen, Düsseldorf und Münster herausfinden, welche Folgen diese klimabedingte Wanderung für den Bestand beider Speisefischarten hat, wie die Fische auf das wärmer und saurer werdende Wasser reagieren und in welchen Lebensstadien ihnen die Veränderungen am gefährlichsten werden. Die ersten Untersuchungen laufen bereits als Teil des gemeinsamen Großprojektes BIOACID. Im Fokus steht dabei der Fischnachwuchs.

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Erster Langzeit-Einsatz der Kieler Mesokosmen

Von Januar bis Juni 2013 treffen sich mehr als 60 europäische Wissenschaftler in Westschweden für ein bislang einmaliges Langzeit-Experiment zur Ozeanversauerung. Um vom Winter bis in den Sommer hinein zu beobachten, wie sich die marine Lebensgemeinschaft in saurerem Wasser entwickelt, setzen sie die Kieler KOSMOS Mesokosmen im Gullmarfjord ein. Die Arbeiten finden unter dem Dach des deutschen Forschungsprojekts zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean ACIDification) statt und werden vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert.

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Saures Wasser setzt Seeigeln zu

Die zunehmende Ozeanversauerung kann negative Effekte auf kalzifizierende Meeresorganismen haben. Wie eine neue Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Christian-Albrechts Universität zu Kiel (CAU) und der Universität Göteborg zeigt, wachsen und bauen die Larven von Seeigeln ihr Kalkskelett langsamer, wenn sie ihre Entwicklung in versauertem Meerwasser durchlaufen müssen. Die Wissenschaftler zeigen in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences online erschienenen Arbeit potentielle Wirkmechanismen auf. Die Studie wurde im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) und des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ erstellt.

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Deutsches Forschungsprojekt zur Ozeanversauerung geht in die zweite Phase

Das deutsche Verbundprojekt zur Erforschung der Ozeanversauerung geht in die zweite Phase: Ab September 2012 untersuchen 14 Institute unter dem Dach von BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification), wie marine Lebensgemeinschaften auf Ozeanversauerung reagieren und welche Konsequenzen dies für das Nahrungsnetz, die Stoff- und Energieumsätze im Meer sowie schließlich auch für Wirtschaft und Gesellschaft hat. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die auf drei Jahre angelegten Arbeiten mit 8,77 Millionen Euro. Die Koordination liegt beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

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Evolution im Ozean

Die einzellige Kalkalge Emiliania huxleyi zeigte im einjährigen Laborversuch großes Potential, sich an Umweltveränderungen im Meer anzupassen. In einem aufwändigen Langzeitexperiment gelang es Forschern des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Kulturen der biogeochemisch wichtigen Kalkalge über 500 Generationen unter versauerten Bedingungen des zukünftigen Ozeans zu halten. Auf diese Weise angepasste Populationen zeigten deutlich bessere Wachstums- und Kalkbildungsraten als die Kontrollpopulationen. Damit konnte erstmals der Beweis erbracht werden, dass eine evolutionäre Anpassung an die sinkenden pH-Werte im Ozean möglich ist. Grund zur Entwarnung sehen die Forscher aber noch nicht. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Geoscience.

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Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

Können Kaltwasserkorallen der Versauerung des Meeres standhalten? Eine Langzeitstudie zeigte, dass die am weitesten verbreitete Art Lophelia pertusa entgegen aller Prognosen trotz eines steigenden Kohlendioxidgehalts anscheinend unbehelligt weiterwächst. Dieses überraschende Ergebnis haben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) jetzt im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. In einer neuen Serie von Experimenten soll untersucht werden, wie die Korallen auf die kombinierte Veränderungen von Kohlendioxidgehalt, Temperatur und Nahrungsmenge reagieren, wie sie als Folge des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten sind.  mehr …

Ozeanversauerung bringt Fischbestände in Gefahr

Die Fischbestände sind nicht nur durch Überfischung bedroht. Wie eine internationale Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR | Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt nachweisen konnte, bedroht die durch den steigenden Kohlendioxidgehalt zunehmende Ozeanversauerung auch Fischlarven von Speisefischen wie dem Dorsch. Die Studie erscheint vorab in der Onlineausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change.  mehr …